Hessischer Bildungsserver / Arbeitsplattformen

Kompetenzorientiert Lernen und Lehren in den Gesellschaftswissenschaften

(Politik und Wirtschaft, Geschichte, Erdkunde)

Bildungsstandards benennen die Ziele pädagogischer Arbeit und legen fest, über welche Kompetenzen die Lernenden am Ende eines Lernabschnitts verfügen sollen. Bildungsstandards beeinflussen Unterrichtsplanung und -gestaltung sowie die Entwicklung von Konzepten individueller Förderung und Beratung. Für Schulen eröffnen sie die Chance, ein Lehr- und Lernangebot zu entwickeln, das die regionalen und schulspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. 

Veränderte Erwartungen und Anforderungen

Lehrerinnen und Lehrer hinterfragen ihren Unterricht nach kompetenzaufbauenden Kriterien und beziehen Bildungsstandards in die Planungsperspektive mit ein. Bei der Planung und Gestaltung von Lernprozessen rücken Überlegungen über den Prozess des Kompetenzerwerbs in den Mittelpunkt. Insbesondere sind die individuellen Lernentwicklungen der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Voraussetzung sind Kenntnisse und Erfahrungen über Lernstanderschließung sowie Modelle des Kompetenzerwerbs. Die Konstruktion und der reflexive Umgang mit Klausuren, Prüfungen und Präsentationen werden sich an den formulierten Kompetenzen orientieren. Lernen wird als ein individueller, interaktiver Vorgang begriffen, bei dem das lernende Subjekt die eigenen Lernprozesse reflektiv gestaltet.

Ziele der Kompetenzentwicklung

Ziel der Kompetenzentwicklung von Lernenden in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ist die erfolgreiche Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen in der Gesellschaft sowie im Alltags- und im Berufsleben. Kompetenzen können jedoch nicht gelehrt werden. Für die Lehrerinnen und Lehrer der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer bedeutet dies, den Lernenden einer Lerngruppe möglichst vielfältige Lerngelegenheiten zu bieten, um als Individuum in Anwendungssituationen Wissen gezielt und vernetzt aufbauen zu können und sich dabei mit politisch-ökonomischen Prozessen und Entscheidungen sowie mit Werten bzw. Sinnfragen in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen.

Ziele

Neue Herausforderungen

Mit der verbindlichen Einführung des Hessischen Kerncurriculums zum 1. August 2011 stehen Fachschaften vor der Herausforderung, den gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht an Kompetenzbereichen mit entsprechenden Standards sowie Inhaltsfeldern auszurichten. Damit kommen veränderte Anforderungen auf Schulen und Lehrkräfte zu. Das neue Kerncurriculum legt fest, welche Kompetenzen die Lernenden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erworben haben sollen.

Zentrale Fragen

Wie kann der Kompetenzerwerb nachhaltig und standardbasiert aufgebaut und curricular kumulativ gesichert werden?

Auf welche Weise kann individuelles Lernen in eigenverantwortlichen und kooperativen Prozessen initiiert und gefördert werden?

Welche Möglichkeiten bestehen, individuelle Lernstände zu diagnostizieren und adäquate Fördermaßnahmen zu entwickeln?

 <<< zurück